Vorteile der Schönaster (Kalimeris)
Die Schönaster ist ein langlebiger Dauerblüher mit natürlichem Charme. Dank ihrer unaufdringlichen Erscheinung passt sie zu verschiedenen Garten Stilen und Beet Typen und lässt sich so wunderbar kombinieren.
Was die Schönaster besonders auszeichnet, ist ihre Kombination aus Zurückhaltung und Zuverlässigkeit. Sie drängt sich optisch nicht auf, sorgt aber über viele Wochen hinweg für Struktur und Blütenfülle. Besonders überzeugt hat mich von Anfang an ihre außergewöhnlich lange Blütezeit. Die zahlreichen, kleinen, sternförmigen Blüten wirken leicht und natürlich und passen sowohl in klassische Staudenbeete als auch in naturnahe Gärten.
Warum die Schönaster eine pflegeleichte Staude für jeden Garten ist:
Zu den wichtigsten Vorzügen zählen:
- sehr lange Blütezeit von Frühsommer bis in den Herbst
- schöner, halbkugeliger Wuchs, der lange stabil, standfest und formschön bleibt
- horstiger Wuchs, keine Ausläufer und kein Wuchern
- kein Ausputzen notwendig, da sich immer wieder neue Blüten bilden, die Verblühtes kaschieren
- recht pflegeleicht und anspruchslos
- winterhart und langlebig
- ideal für Stauden für Anfänger und für alle, die einen pflegearmen Garten bevorzugen
Gerade deshalb ist die Schönaster auch eine ausgezeichnete Wahl unter den pflegeleichten Stauden für naturnahe Gärten – sie sieht gut aus, ohne ständig Aufmerksamkeit zu verlangen. Quasi eine Staude für „faule Gärtner“.
Standort und Boden der Schönaster – so wächst Kalimeris optimal
Der richtige Standort ist entscheidend, damit sich die Kalimeris voll entfalten kann. Insgesamt gilt sie als anpassungsfähig, zeigt ihre beste Leistung aber unter passenden Bedingungen.
Der richtige Standort für die Schönaster:
- sonnig bis halbschattig
- in sonnigen Lagen fällt die Blüte besonders reich aus
Welchen Boden Kalimeris bevorzugt:
- humos, locker und gut durchlässig
- optimal ist frisch bis mäßig feucht, kommt aber mit zeitweiser Trockenheit gut zurecht
- Staunässe sollte vermieden werden
Pflege der Schönaster – Kalimeris richtig pflegen
Ein weiterer Pluspunkt der Schönaster ist ihr geringer Pflegeaufwand. In meinem Garten kommt sie mit minimaler Aufmerksamkeit bestens zurecht. Die Pflege der Schönaster ist angenehm überschaubar und macht sie auch für Gartenanfänger sehr attraktiv. Wer Kalimeris pflegen möchte, braucht weder viel Erfahrung noch viel Zeit.
Gießen, Düngen und Rückschnitt:
- Gießen: Nach dem Pflanzen regelmäßig, später nur bei längeren Trockenperioden
- Düngen: Eine Gabe Kompost oder organischer Dünger im Frühjahr ist ausreichend. Zu viel Dünger geht zu Lasten der Standfestigkeit
- Rückschnitt: Bodennaher Rückschnitt im Spätwinter oder frühen Frühjahr
Winterhärte und Pflege im Winter:
- Winterhärte: Winterhärtezone Z5 (-28,8 °C bis -23,4 °C), kein Schutz nötig
- Abgestorbene Pflanzenteile können über den Winter stehen bleiben – sie geben Struktur und bieten Insekten Unterschlupf.
Ist die Schönaster insektenfreundlich?
Die Schönaster gilt als insektenfreundliche Staude, was grundsätzlich auch stimmt: Ihre offenen Blüten sind gut zugänglich und bieten Pollen und Nektar.
Welche Insekten profitieren von der Schönaster?
In meinem Garten konnte ich an der Schönaster vor allem Schwebfliegen beobachten, während Bienen und Schmetterlinge andere Blühpflanzen deutlich bevorzugen.
Ich empfehle daher, die Schönaster nicht als alleinige Insektenpflanze zu betrachten, sondern sie gezielt mit stärker frequentierten Nektarpflanzen zu kombinieren. So entsteht ein ausgewogenes, lebendiges Beet für viele verschiedene Insektenarten.
Pflanzpartner der Schönaster – Kalimeris im Staudenbeet kombinieren
Wer die Schönaster kombinieren möchte, kann sich ihre ruhige und dezente Ausstrahlung zu Nutze machen. Sie verbindet unterschiedliche Pflanzen optisch miteinander, ohne zu dominieren. Der formschöne, halbkugelige Wuchs der Schönaster bringt Stabilität in eine Bepflanzung und schafft so eine gute Basis für ein Staudenbeet. Mit ihren einfachen an Gänseblümchen erinnernden Korbblüten in weiß, blass lila oder zartem violett passt Kalimeris sowohl in ein Staudenbeet im klassischen Stil als auch in einen naturnahen Garten. Dank dieser Eigenschaften lässt sich Kalimeris hervorragend mit einer Vielzahl von Stauden kombinieren.
Die einfachen, sternchenförmigen Blüten der Schönaster erinnern mit ihrer gelben Mitte an Gänseblümchen. Hier auf dem Foto ist Kalimeris incisa 'Madiva' zu sehen, die hier fast reinweiß erscheint. Tatsächslich hat sie einen zarten lila-violett farbenen Schimmer.
Schönaster im Staudenbeet – richtige Platzierung
Mit einer Wuchshöhe von etwa 70 cm eignet sich die Schönaster ideal für die zweite Reihe im Beet oder für die Beetmitte.
Mit welchen Pflanzpartnern sich die Schönaster besonders gut kombinieren lässt und wo diese im Beet platziert werden, zeige ich im Folgenden:
Storchschnabel (Geranium) – Beetvordergrund:
Ich persönlich schätze den Storchschnabel Geranium 'Rozanne' sehr. Mit seiner Blütezeit von Juni bis Oktober blüht er mit der Schönaster um die Wette. Seine Triebe werden recht lang und breiten sich liegend über den Boden aus. Seiner ausdauernden Blüte zum Trotz kann es passieren, dass er etwas aus der Form gerät und zu strubbelig wird. Wen das stört, schneidet ihn im Sommer etwas zurück. Ebenfalls zu empfehlen ist der Blut-Storchschnabel 'Tiny Monster' im kräftigen Pink. Er ist etwas robuster und trockenheitsverträglicher als 'Rozanne'. Beide eignen sich gut für die erste Reihe im Beet.
Frauenmantel (Alchemilla) – Beetvordergrund:
Der Frauenmantel ist und bleibt ein echter Klassiker und überzeugt mich immer wieder mit seiner anspruchslosen und unkomplizierten Art. Er bildet dichte Polster und ist gut geeignet für den Beetrand. Besonders empfehlenswert ist der Zierliche Frauenmantel (Alchemilla epipsila), der kompakter wächst als der Weiche Frauenmantel und sich kaum selbst aussät.
Taglilie (Hemerocallis) – Beetmitte:
Die üppige Frühsommerblüte der Taglilie wird später von der Schönaster abgelöst. Die großen imposanten Blüten der Hemerocallis bildet einen schönen Kontrast zu den feinen, kleinen Blüten der Schönaster. Auch das bandförmige Laub der Taglilie erzeugt Spannung in Kombination mit dem halbkugeligen Wuchs der Schönaster. Wählen Sie eine Taglilie mit ähnlicher Wuchshöhe wie die Schönaster. So gesellen sich beide in der zweiten Reihe im Beet und ergänzen sich gut.
Geißraute (Galega) – Beet-Hintergrund:
Mit ihrem luftigen Wuchs und den schmetterlingsblütigen Blüten unterstützt sie eine naturnahe, fast wiesenartige Beetwirkung. Sie wächst breit ausladendend, fast schon wild, und etwas höher als die Schönaster, sodass sie sehr gut im Beethintergrund hinter der Schönaster Platz finden kann. Aufgrund ihrer Wuchskraft sollte auf ausreichenden Pflanzabstand geachtet werden und besser Galega hartlandii gewählt werden als Galega orientalis. Achtung: die Staude ist giftig!
Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum) – Beet-Hintergrund:
Der Kandelaber-Ehrenpreis wächst straff aufrecht und setzt mit seinen langen Blütenkerzen klare vertikale Akzente. Mit einer Höhe von etwa 150 cm ist er ideal für den Beethintergrund. Wichtig ist ein Boden mit ausreichender Feuchtigkeit.
Fazit – warum die Schönaster (Kalimeris) die Staude des Jahres 2026 ist
Die Schönaster (Kalimeris) ist für mich eine der stillen Heldinnen im Staudenbeet. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, überzeugt aber durch Ausdauer, Pflegeleichtigkeit und eine erstaunlich lange Blütezeit. Besonders für Gartenbesitzer:innen, die einen natürlichen, ruhigen Gartenstil bevorzugen, ist sie eine hervorragende Wahl – und das völlig zu Recht als Staude des Jahres 2026 im Garten.
Lassen Sie die Schönaster auch in Ihren Garten einziehen!
Bis bald, Ihre Isabel