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Staude des Jahres 2026: Schönaster (Kalimeris)

Vorteile der Schönaster (Kalimeris)

weiße, zart lila farbene Blüten der Schönaster, Kalimeris incisa Madiva

Die Schönaster ist ein langlebiger Dauerblüher mit natürlichem Charme. Dank ihrer unaufdringlichen Erscheinung passt sie zu verschiedenen Garten Stilen und Beet Typen und lässt sich so wunderbar kombinieren.

Was die Schönaster besonders auszeichnet, ist ihre Kombination aus Zurückhaltung und Zuverlässigkeit. Sie drängt sich optisch nicht auf, sorgt aber über viele Wochen hinweg für Struktur und Blütenfülle. Besonders überzeugt hat mich von Anfang an ihre außergewöhnlich lange Blütezeit. Die zahlreichen, kleinen, sternförmigen Blüten wirken leicht und natürlich und passen sowohl in klassische Staudenbeete als auch in naturnahe Gärten.

Zu den wichtigsten Vorzügen zählen:

  • sehr lange Blütezeit von Frühsommer bis in den Herbst
  • schöner, halbkugeliger Wuchs, der lange stabil, standfest und formschön bleibt
  • horstiger Wuchs, keine Ausläufer und kein Wuchern
  • kein Ausputzen notwendig, da sich immer wieder neue Blüten bilden, die Verblühtes kaschieren
  • recht pflegeleicht und anspruchslos
  • winterhart und langlebig
  • ideal für Stauden für Anfänger und für alle, die einen pflegearmen Garten bevorzugen

Gerade deshalb ist die Schönaster auch eine ausgezeichnete Wahl unter den pflegeleichten Stauden für naturnahe Gärten – sie sieht gut aus, ohne ständig Aufmerksamkeit zu verlangen. Quasi eine Staude für „faule Gärtner“.

Die Schönaster (Kalimeris) ist Staude des Jahres 2026 und ein Vorteil dieser Staude ist ihr halbkugeliger Wuchs.
Kompakte Erscheinung: Die Schönaster (hier: Kalimeris incisa 'Madiva') bildet einen standfesten, halbkugeligen und dichten Blütenbusch aus.

Der richtige Standort ist entscheidend, damit sich die Kalimeris voll entfalten kann. Insgesamt gilt sie als anpassungsfähig, zeigt ihre beste Leistung aber unter passenden Bedingungen.

Der richtige Standort für die Schönaster:

  • sonnig bis halbschattig
  • in sonnigen Lagen fällt die Blüte besonders reich aus

Welchen Boden Kalimeris bevorzugt:

  • humos, locker und gut durchlässig
  • optimal ist frisch bis mäßig feucht, kommt aber mit zeitweiser Trockenheit gut zurecht
  • Staunässe sollte vermieden werden

Ein weiterer Pluspunkt der Schönaster ist ihr geringer Pflegeaufwand. In meinem Garten kommt sie mit minimaler Aufmerksamkeit bestens zurecht. Die Pflege der Schönaster ist angenehm überschaubar und macht sie auch für Gartenanfänger sehr attraktiv. Wer Kalimeris pflegen möchte, braucht weder viel Erfahrung noch viel Zeit.

Gießen, Düngen und Rückschnitt:

  • Gießen: Nach dem Pflanzen regelmäßig, später nur bei längeren Trockenperioden
  • Düngen: Eine Gabe Kompost oder organischer Dünger im Frühjahr ist ausreichend. Zu viel Dünger geht zu Lasten der Standfestigkeit
  • Rückschnitt: Bodennaher Rückschnitt im Spätwinter oder frühen Frühjahr

Winterhärte und Pflege im Winter:

  • Winterhärte: Winterhärtezone Z5 (-28,8 °C bis -23,4 °C), kein Schutz nötig
  • Abgestorbene Pflanzenteile können über den Winter stehen bleiben – sie geben Struktur und bieten Insekten Unterschlupf.

Die Schönaster gilt als insektenfreundliche Staude, was grundsätzlich auch stimmt: Ihre offenen Blüten sind gut zugänglich und bieten Pollen und Nektar.

Welche Insekten profitieren von der Schönaster?

In meinem Garten konnte ich an der Schönaster vor allem Schwebfliegen beobachten, während Bienen und Schmetterlinge andere Blühpflanzen deutlich bevorzugen.

Ich empfehle daher, die Schönaster nicht als alleinige Insektenpflanze zu betrachten, sondern sie gezielt mit stärker frequentierten Nektarpflanzen zu kombinieren. So entsteht ein ausgewogenes, lebendiges Beet für viele verschiedene Insektenarten.

Wer die Schönaster kombinieren möchte, kann sich ihre ruhige und dezente Ausstrahlung zu Nutze machen. Sie verbindet unterschiedliche Pflanzen optisch miteinander, ohne zu dominieren. Der formschöne, halbkugelige Wuchs der Schönaster bringt Stabilität in eine Bepflanzung und schafft so eine gute Basis für ein Staudenbeet. Mit ihren einfachen an Gänseblümchen erinnernden Korbblüten in weiß, blass lila oder zartem violett passt Kalimeris sowohl in ein Staudenbeet im klassischen Stil als auch in einen naturnahen Garten. Dank dieser Eigenschaften lässt sich Kalimeris hervorragend mit einer Vielzahl von Stauden kombinieren.

Nahaufnahme der weißen, sternchenförmigen Blüten der Schönaster (Kalimeris). Die Blüten ähneln den Blüten von Gänseblühmchen oder auch Astern.

Die einfachen, sternchenförmigen Blüten der Schönaster erinnern mit ihrer gelben Mitte an Gänseblümchen. Hier auf dem Foto ist Kalimeris incisa 'Madiva' zu sehen, die hier fast reinweiß erscheint. Tatsächslich hat sie einen zarten lila-violett farbenen Schimmer.

Schönaster im Staudenbeet – richtige Platzierung

Mit einer Wuchshöhe von etwa 70 cm eignet sich die Schönaster ideal für die zweite Reihe im Beet oder für die Beetmitte.

Mit welchen Pflanzpartnern sich die Schönaster besonders gut kombinieren lässt und wo diese im Beet platziert werden, zeige ich im Folgenden:

Storchschnabel (Geranium) – Beetvordergrund:

Ich persönlich schätze den Storchschnabel Geranium 'Rozanne' sehr. Mit seiner Blütezeit von Juni bis Oktober blüht er mit der Schönaster um die Wette. Seine Triebe werden recht lang und breiten sich liegend über den Boden aus. Seiner ausdauernden Blüte zum Trotz kann es passieren, dass er etwas aus der Form gerät und zu strubbelig wird. Wen das stört, schneidet ihn im Sommer etwas zurück. Ebenfalls zu empfehlen ist der Blut-Storchschnabel 'Tiny Monster' im kräftigen Pink. Er ist etwas robuster und trockenheitsverträglicher als 'Rozanne'. Beide eignen sich gut für die erste Reihe im Beet.

Nahaufnahme der farbenfrohen, pinken Blüte  des Blut-Storschnabels, Geranium sanguineum Tiny Monster
Die Blüten des Blut-Storchschnabels Geranium sanguineum 'Tiny Monster' leuchten im kräftigen pink.
Nahaufnahme des Blattes vom Blut Storschnabel, Geranium sanguineum Tiny Monster
Der Blut-Storchschnabel hat grazile gelappte Blätter.
Her ist die Staude Storchschnabel Rozanne zu sehen mit ihren vielen lila farbenen Blüten.
Der Storchschnabel 'Rozanne' ist bekannt für seine lange und üppige Blüte.

Frauenmantel (Alchemilla) – Beetvordergrund:

Der Frauenmantel ist und bleibt ein echter Klassiker und überzeugt mich immer wieder mit seiner anspruchslosen und unkomplizierten Art. Er bildet dichte Polster und ist gut geeignet für den Beetrand. Besonders empfehlenswert ist der Zierliche Frauenmantel (Alchemilla epipsila), der kompakter wächst als der Weiche Frauenmantel und sich kaum selbst aussät.

Nahaufnahme der Staude Frauenmantel (Geranium epipsila) mit Wasserperlen auf den grünen, leicht behaarten Blättern.
Taufrisch präsentiert sich hier der Zierliche Frauenmantel Anfang Mai kurz vor der Blüte.
Hier ist die Staude Frauenmantel (Geranium epipsila) in voller Pracht Ende Juni zu sehen mit grün-gelber Blüte.
Ende Juni steht der Zierliche Frauenmantel in voller grünlich-gelber Blüte.
Kombination zweier Stauden: lila Blüten des Storchschnabels (Geranium Rozanne) und den grünlich gelben Blüten des Zierlichen Frauenmantels (Alchemilla epipsila)
Tolle Kombination: Der Storchschnabel 'Rozanne' zusammen mit dem Frauenmantel.

Taglilie (Hemerocallis) – Beetmitte:

Die üppige Frühsommerblüte der Taglilie wird später von der Schönaster abgelöst. Die großen imposanten Blüten der Hemerocallis bildet einen schönen Kontrast zu den feinen, kleinen Blüten der Schönaster. Auch das bandförmige Laub der Taglilie erzeugt Spannung in Kombination mit dem halbkugeligen Wuchs der Schönaster. Wählen Sie eine Taglilie mit ähnlicher Wuchshöhe wie die Schönaster. So gesellen sich beide in der zweiten Reihe im Beet und ergänzen sich gut.

Hier ist die Blüte der Taglilie Sammy Russel in Nahaufnahme zu sehen mit ihrer kräftigen roten Farbe.
Die Zurückhaltung der Schönaster erlaubt Pflanzpartner in kräftigen Farben: hier Taglilie 'Sammy Russel'.
Taglilien (Hemerocallis) mit vielen Blüten in weiß und zarten gelb Tönen und langem, streifenförmigen Laub.
Wer knalllige Farben nicht so mag, kann Hemerocallis in zarten Tönen wählen wie z. B. 'White Tempation' oder 'Joan Senior'.
Hier ist die apricot-farbene Blüte mit ihrem rotem Schlund einer Taglilie (Hemerocallis) in Nahaufnahme zu sehen.
Passt auch sehr schön zur Schönaster: Pflanzpartner in zarten Apricot-Tönen.

Geißraute (Galega) – Beet-Hintergrund:

Mit ihrem luftigen Wuchs und den schmetterlingsblütigen Blüten unterstützt sie eine naturnahe, fast wiesenartige Beetwirkung. Sie wächst breit ausladendend, fast schon wild, und etwas höher als die Schönaster, sodass sie sehr gut im Beethintergrund hinter der Schönaster Platz finden kann. Aufgrund ihrer Wuchskraft sollte auf ausreichenden Pflanzabstand geachtet werden und besser Galega hartlandii gewählt werden als Galega orientalis. Achtung: die Staude ist giftig!

Hier ist die Staude Geißraute (Galega hartlandii) im Beethintergrund vor einem Zaun zu sehen mit ihren zarten weiß-lila farbenen Schmetterlingsblüten und gefiedertem Laub.
Die Geißraute hat einen lockeren und breitbuschigen Wuchshabitus. Aufgrund ihres, besonders auf lehmigen Böden, starken Wuchses ist sie dankbar über eine Stütze wie hier z. B. der Zaun im Hintergrund.
Hier ist der Blütenstand der Staude Geißraute (Galega hartlandii) zu sehen mit ihren zarten zweifarbigen Blüten in weiß und hell lila.
Geißraute Galega x hartlandii 'His Majesty' hat zweifarbige Blütenstände: weiß und hell lila/violett. Sie harmoniert farblich sehr schön mit Kalimeris incisa 'Madiva', die ein ähnliches Farbspektrum zeigt.

Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum) – Beet-Hintergrund:

Der Kandelaber-Ehrenpreis wächst straff aufrecht und setzt mit seinen langen Blütenkerzen klare vertikale Akzente. Mit einer Höhe von etwa 150 cm ist er ideal für den Beethintergrund. Wichtig ist ein Boden mit ausreichender Feuchtigkeit.

Nahaufnahme des kandelaber-förmigen und lila-violett farbenen Blütenstandes des Kandelaber-Ehrepreis (Veronicastrum sibiricum 'Amethyst').
Hier ist der kandelaber-förmige Blütenstand des Kandelaber-Ehrenpreises sehr gut zu erkennen: Veronicastrum sibiribum 'Amethyst'.
Hier sind zwei Stauden als Pflanzpartner zu sehen: links die Schönaster (Kalimeris) und rechts der Kandelaber-Ehrenpreis mit seiner schönen gelben Herbstlaubfarbe.
Anfang Oktober: links die Schönaster immer noch in Blüte. Rechts der Ehrenpreis 'Amethyst' in gelber Herbstlaubfarbe.
Eine Staude (Kandelaber Ehrenpreis) mit kerzenförmigen Blütenständen in violetter Farbegebung zusammen mit Gräsern und einer Hecke im Hintergrund.
Auch ein sehr schöner Pflanzpartner für die Schönaster ist Veronicastrum 'Fascination' in rosa-violett.

Die Schönaster (Kalimeris) ist für mich eine der stillen Heldinnen im Staudenbeet. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, überzeugt aber durch Ausdauer, Pflegeleichtigkeit und eine erstaunlich lange Blütezeit. Besonders für Gartenbesitzer:innen, die einen natürlichen, ruhigen Gartenstil bevorzugen, ist sie eine hervorragende Wahl – und das völlig zu Recht als Staude des Jahres 2026 im Garten.

Lassen Sie die Schönaster auch in Ihren Garten einziehen!

Bis bald, Ihre Isabel

Als Diplom-Designerin und Gartengestalterin hat Isabel sich darauf spezialisiert, Außenbereiche zu schaffen, die Ästhetik und Funktionalität harmonisch miteinander vereinen und einen Mehrwert zu bieten haben.

Ihre große Leidenschaft ist es, Dingen und Orten, die uns Menschen umgeben, Ästhetik und Funktionalität zu verleihen. Ihrer Auffassung nach nehmen wir solche Dinge und Orte als beglückend war, weil sie nicht nur schön anzuschauen, sondern auch zweckdienlich sind und somit unser Leben verschönern und bereichern können. Solche Orte sind für Isabel nicht nur die Räume in unseren Wohnungen, sondern unbedingt auch der Garten. "Der Garten kommt oft viel zu kurz." sagt sie. "Ein Garten kann viel mehr sein, als bloß Rasen und eine Hecke. –  ein gemütlicher Rückzugsort, ein großes buntes Familienzimmer, ein Ort der Ruhe und Inspiration, eben ein Lebensraum und Wohnraum im Freien."

Mit ihrem Planungsbüro GARTENDESIGN MINTER gestaltet und realisiert Isabel für ihre Kunden individuelle Traumgärten, die mehr zu bieten haben - von naturnahen Landschaftsgärten, über pflegeleichte Familiengärten bis hin zu modernen, minimalistischen Gärten. Dabei ist es Isabel besonders wichtig, das Gartendesign perfekt auf die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kunden abzustimmen und diese Anforderungen in greifbare Konzepte zu übersetzen. Durch ihren Background als Designerin und ihre Begeisterung für Botanik reicht ihr Know-how von Technik und Konstruktion, Einsatz von Materialien sowie Ästhetik und Design bis hin zur Pflanzenverwendung.

Neben ihrer Arbeit als Gartenplanerin teilt Isabel ihr Wissen und ihre Leidenschaft für alle Gartenthemen auf ihrem Blog. Hier bietet sie Inspiration, Tipps und Einblicke in Themen zur Gartengestaltung, Design, Pflanzenauswahl und die Pflege von Pflanzen.

Wenn Isabel nicht gerade Pläne zeichnet oder Gartenprojekte realisiert, findet man sie oft in ihrem eigenen Garten, wo sie neue Pflanzen ausprobiert oder an neuen Ideen für ihr eigenes grünes Paradies tüftelt.